Das elektronische Transparenzregister wird zum 1. Oktober 2017 eingeführt. Erfahren Sie, welche Pflichten auf Sie zukommen!

Im Wege der Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie tritt zum 1. Oktober 2017 das neue zentrale elektronische Transparenzregister in Kraft, das höhere Anforderungen an die Offenlegungspflicht wirtschaftlich Berechtigter von Unternehmen vorsieht.

Umfasst von dieser Änderung sind alle eingetragenen Kapitalgesellschaften, Personenhandelsgesellschaften sowie rechtsfähige Stiftungen, Vereine, Genossenschaften und Partnerschaften mit Sitz in Deutschland (nicht jedoch börsennotierte AGs und SEs).

Konkret davon betroffen sind alle natürlichen Personen, die mehr als 25 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an einem Unternehmen halten bzw. kontrollieren.

Diese Personen müssen den Unternehmen ihre Personalien sowie Art und Umfang der Beteiligung mitteilen, sodass die Unternehmen ihrer Meldepflicht nachkommen können.

Die Meldung des Unternehmens muss bis zum 1. Oktober 2017 erfolgen, anderenfalls können Bußgelder bis zu EUR 1 Mio. auferlegt werden.

Diese Meldepflicht der Unternehmen entfällt, wenn die wirtschaftlichen Angaben bereits in einem öffentlichen Register zugänglich sind (Handels-, Partnerschafts-, Genossenschafts- oder Unternehmensregister). Besondere Sorgfalt ist daher auch hinsichtlich solcher Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten geboten, die in den vorgenannten Registern nicht einsehbar sind, wie z.B. Treuhandverhältnisse in Bezug auf Anteile.

Die im Transparenzregister erfolgten Eintragungen sind allerdings erst ab dem 27. Dezember 2017 einsehbar.

Wir beraten Sie gern zu Fragen rund um das elektronische Transparenzregister!